Impfungen sind ein Thema, das kaum neutral betrachtet wird.
Kaum spricht man darüber, ist man schnell in einer Schublade: dafür, dagegen, unsicher.
Dabei ist die Realität oft viel komplexer.

In diesem Artikel teile ich meine ganz persönliche Sicht auf Impfungen – nicht aus wissenschaftlicher Perspektive, sondern aus über 20 Jahren Arbeit mit Kindern, Eltern und Familien. Aus Erfahrungen, die mich geprägt haben. Aus Entscheidungen, die sich verändert haben. Und aus der tiefen Überzeugung, dass es beim Thema Impfungen kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch gibt.

Warum Impfungen so stark polarisieren

Kaum ein Gesundheitsthema löst so starke Emotionen aus wie Impfungen.
Die Angst vor Krankheiten trifft auf die Angst vor Nebenwirkungen.
Das Vertrauen in das Gesundheitssystem trifft auf die Zweifel und schlechten Erfahrungen.

Viele Eltern – besonders Mütter – stehen dabei innerlich unter enormem Druck:
Treffe ich die richtige Entscheidung für mein Kind?
Was, wenn ich mich falsch entscheide?

Diese Fragen sind berechtigt und sie verdienen einen Raum.

Meine persönliche Geschichte mit Impfungen

Ich bin mit Impfungen groß geworden.
So sehr, dass ich lange lachend gesagt habe: Ich bin vermutlich der bestdurchgeimpfteste Mensch auf dieser Welt.

In meiner Arbeit in der Kinderklinik waren Impfungen Voraussetzung – ohne Diskussion.
Gleichzeitig habe ich dort Dinge erlebt, die mich tief geprägt haben:
Kinder mit schweren Komplikationen nach Infektionskrankheiten.
Kinder, deren Leben sich von einem Tag auf den anderen komplett verändert hat.

Aber ich habe auch das andere gesehen:
Impfschäden.
Krampfanfälle nach Impfungen.
Familien, deren Vertrauen erschüttert wurde.

Diese Gegensätze auszuhalten, war nicht leicht und sie haben meinen Blick verändert.

Wenn Erfahrungen Entscheidungen verändern

Es gibt Erlebnisse, die lassen sich nicht relativieren.
Ein Kind, das nach einer Maserninfektion eine Gehirnentzündung entwickelt.
Ein anderes, das nach Windpocken plötzlich nicht mehr sitzen kann.
Und auf der anderen Seite ein Kind mit einem anerkannten Impfschaden.

Spätestens da wurde mir klar:
Entscheidungen rund um Impfungen entstehen nicht „mal eben so“.
Sie entstehen aus Erfahrungen, Ängsten, Erlebnissen und dem Wunsch, zu schützen.

Mein Weg zwischen Schutz und Achtsamkeit

Für mich persönlich bedeutete das:
Nicht mehr alles, sondern nur noch das, was für mich wirklich notwendig ist.
Bewusst entscheiden.
Auf den eigenen Körper hören.

Ich habe erlebt, wie mein Körper auf Impfungen reagiert.
Und ich habe erlebt, wie Krankheiten verlaufen können.

Beides gehört zur Wahrheit dazu.

Corona – und warum sich Entscheidungen ändern dürfen

Corona war für viele Menschen ein Wendepunkt.
Auch für mich.

Der Tod meines Vaters hat meine Haltung zur Corona-Impfung verändert.
Zu diesem Zeitpunkt war sie für mich ein Rettungsanker.
Heute, mit meinem aktuellen Wissen, würde ich anders entscheiden.

Und auch das darf sein.

Denn Entscheidungen dürfen sich verändern, wenn sich die Umstände verändern.

Es gibt kein richtig oder falsch – nur deine Entscheidung

Fragst du unterschiedliche Menschen, bekommst du unterschiedliche Antworten.
Alle sind geprägt von ihren Erfahrungen.
Alle haben ihre Berechtigung.

Was ich dir mitgeben möchte:
Es gibt kein pauschales Ja.
Kein pauschales Nein.
Sondern ein ehrliches Vielleicht.

Informiere dich.
Höre auf dein Bauchgefühl.
Und triff deine Entscheidung aus Überzeugung – nicht aus Angst.

Denn genau dann ist es der richtige Weg. Für dich. Und für dein Kind.

Möchtest du an eurem Schlaf etwas ändern? Dann melde dich gerne und wir schauen gemeinsam, wie ich dich unterstützen kann.